Mit dem Start des europäischen Emissionshandels ETS-2 ab 2028 könnten auf Hausbesitzer höhere Kosten für das Heizen mit fossilen Energieträgern zukommen. Wie stark sich steigende CO₂-Preise auf die jährlichen Heizkosten auswirken könnten und welche Unterschiede zwischen den deutschen Großstädten bestehen, zeigt unsere aktuelle Untersuchung. Dafür wurden die Energieausweise von zum Verkauf stehenden Immobilien in den 30 größten deutschen Städten ausgewertet. Betrachtet wurden sowohl die aktuell anfallenden CO₂-Kosten als auch deren mögliche Entwicklung bei unterschiedlichen CO₂-Preisen.
Das Wichtigste in Kürze:
- Steigende CO₂-Preise könnten die jährlichen CO₂-Kosten um 485 Prozent erhöhen.
- Im teuersten Szenario könnten die jährlichen CO₂-Kosten bei Bedarfsausweisen auf bis zu 4.191 Euro steigen, bei Verbrauchsausweisen auf bis zu 3.025 Euro.
- Bei den Verbrauchsausweisen werden für Immobilien in Gelsenkirchen die höchsten CO₂-Kosten berechnet, während Leipzig die niedrigsten Werte aufweist.
- Bei den Bedarfsausweisen liegen die höchsten berechneten CO₂-Kosten in Augsburg, die niedrigsten in Dresden.
CO₂-Kosten könnten um 485 Prozent steigen
Mit dem europäischen Emissionshandel ETS-2 erhalten CO₂-Emissionen aus fossilen Brennstoffen künftig einen eigenen Preis. Wie stark die Kosten für Eigentümer steigen, hängt dabei maßgeblich von der Entwicklung des CO₂-Preises ab. Modellstudien zum ETS-2 gehen für 2030 von einer großen Bandbreite möglicher CO₂-Preise zwischen rund 60 und 380 Euro je Tonne aus. Für die Analyse wurden daher vier unterschiedliche Preisniveaus betrachtet:





